[shutterstock.com: 769315351, metamorworks]
[shutterstock.com: 769315351, metamorworks]
Data Intelligence & Analytics leonardo.report 18Q4

Sensor meets Business

Der deutsche Mittelstand erkennt immer mehr die Vorzüge der Digitalisierung. IT-Anbieter reagieren mit einem großen Angebot an Lösungen, um die Nachfrage zu bedienen. Doch damit Digitalisierung funktioniert, sind einige Vorüberlegungen nötig.

Wie lässt sich die Digitalisierung fürs eigene Geschäftsmodell nutzen? So fragen sich viele Unternehmer angesichts von Blockchain, Internet of Things (IoT), Industrie 4.0, künstlicher Intelligenz, Machine Learning und Predictive Analytics:

„Wie können mir diese Technologien helfen, meine Marktposition zu verbessern? Was brauche ich dafür und wer kann mich dabei unterstützen?“

   

Dabei müssen sich insbesondere mittelständische Unternehmen gegenüber disruptiven Modellen durchsetzen und ihre Stärke in dynamischen und schneller werdenden Märkten beweisen.

Wichtig ist, sich mit den Technologien auseinanderzusetzen. Auch eine branchenspezifische Betrachtung hilft, das Potenzial und die Einsatzmöglichkeiten einzuschätzen: So setzt die Bankenbranche die Blockchain- Technologie sehr intensiv ein, um Finanztransaktionen schneller, billiger und vor allem sicherer durchzuführen.

IoT ist zum Beispiel prädestiniert für die Branchen Handel, Transport/Logistik und für die Landwirtschaft. Ein Beispiel für IoT-Anwendungen im Handel sind Warenautomaten:

Darin eingebaute Sensoren zeichnen die Menge der verkauften Produkte – etwa Getränke oder Snacks – auf und geben rechtzeitig Bescheid, wenn der Automat neu befüllt werden muss. Und die IoT-Applikation erkennt, wenn es Probleme gibt, beispielsweise Reparaturen notwendig sind, und sorgt rechtzeitig für Abhilfe.

Auf der strategischen Agenda stehen bei vielen Unternehmen bereits „intelligente Services“ als neues Geschäftsmodell für ihren nachhaltigen Erfolg. Aber wie müssen Unternehmen ihr Geschäftsmodell dafür ausrichten?

Das gelingt durch intelligente Systeme für Services, die Kunden begeistern, Mitarbeiter unterstützen und dem Management zusätzliche Informationen als Entscheidungsgrundlagen bieten.

Das Innovationsportfolio rund um SAP Leonardo bietet die Grundlage, um Intelligenz in Services, Prozesse und Produkte zu integrieren. Die Plattform bietet eine zusätzliche Schicht innerhalb der IT-Architektur, die es ermöglicht, Kernprozesse eines Unternehmens um zusätzliche Funktionen und Technologien zu erweitern.

Dabei können gleichzeitig agile und dynamische Anforderungen erfüllt werden und stabile Kernprozesse erhalten bleiben. Wichtiger Punkt für die Unternehmen beim Einsatz von SAP Leonardo: Innovationen können auf der Grundlage des bisherigen Unternehmensmodells umgesetzt werden.

One-Stop: Service, Betrieb, Anwendungen und Sensoren

Bei den intelligenten Services aus dem Handels- und Logistikumfeld mit Sensorik-Integration von QSC ist die Vernetzung von „Things“, wie zum Beispiel einer Eistruhe, die Grundlage für datengetriebene Anwendungen:

Es entstehen Services, wie ein intelligentes Bestandsmanagement, vollautomatisierte Beschaffungsprozesse oder auch das Energie-Management, welches auf Basis von Sensordaten realisiert wird.

Ergänzend werden dem Store-Manager durch die Analyse der aggregierten Daten vielfältige Entscheidungsvorlagen angeboten. Die Vernetzung beginnt hier bereits bei dem Erstkontakt des Kunden mit dem „Thing Eistruhe“.

Ein „smart price tag“ – ein digitalisiertes Preisschild – reagiert auf der Basis von Situationen und Umfeld-Faktoren, wie zum Beispiel Wetterinformationen, Kaufverhalten- und Social-Media-Aktivitäten der Kunden und liefert eine nachfragebasierte Preisbildung. Die Idee dahinter: für den Händler den bestmöglichen Marktpreis zu erzielen.

Die Verkaufsinformationen werden dem Anwender, zum Beispiel dem Store-­Mitarbeiter, durch eine mobile Anwendung zur Verfügung gestellt. Die Anbindung greift hierbei direkt auf die Echtzeit-Daten aus dem S/4-Hana-System zu. Die Anwendung wurde auf Basis Web-UI5 für die Plattform iOS entwickelt.

Q-loud – ein Tochterunternehmen von QSC – verfolgt einen Retrofit-Ansatz. Dieser stattet bereits vorhandene Infrastrukturen, wie Klimaanlagen, Eis- und Kühltruhen oder auch Energie-Zähler, mit Sensorik aus.

Erste Leonardo-Qualifizierung für QSC in Deutschland

Das QSC Energy Management Cockpit kombiniert die Sensorik aus EnergyCam mit Business-Anforderungen aus dem Energie-Effizienz-Management nach ISO 50001. Tätigkeiten können automatisiert in die Kernprozesse des Unternehmens integriert werden.

Diese Kombination aus SAP Leonardo Consulting und Sensor-Entwicklung ist die erste Innovation auf dem deutschen Markt, die für SAP Leonardo qualifiziert wurde. Die Ende-zu-Ende-Lösung beinhaltet die notwendige Hardware, die Applikation sowie den Implementierungs-Service und vereinfacht dem Unternehmen die Integration von Sensoren in die Geschäftsprozesse.

Mit einer Implementierungszeit von weniger als vier Wochen können Unternehmen auch die schneller werdenden Anforderungen erfüllen. Die Erfahrung aus den bisherigen IoT-Projekten zeigt, dass Unternehmen heutzutage den Anforderungen aus einer Vielzahl neuer Technologien gegenüberstehen und einen starken Partner mit Kompetenzen in der Sensorik-Entwicklung und Geschäftsprozessen benötigt.

Open-Innovation-Prozess verkürzt Entwicklungszeit

Die Consultants für innovative Business-Lösungen beginnen mit einem Innovationsworkshop, um die Anforderungen der Nutzer zu identifizieren und zu verstehen. Die Basis bildet der Design-Thinking-Ansatz, um zunächst die Bedürfnisse und Ziele zu erkennen und auf Grundlage der Ergebnisse in die Produktentwicklung einzusteigen.

Die QSC AG integriert bereits seit mehreren Jahren den Design-Thinking-Ansatz und verfolgt einen eigenen Open-Innovation-­Prozess für die Lösungsentwicklung bei Kundenunternehmen wie auch eigenen Produkten. Die Integration der Nutzeranforderungen steigert die Akzeptanz, sodass Innovationen erfolgreicher realisiert werden können.

Das QSC Energy Management Cockpit ist ein Ergebnis aus dem Open-Innovation-Prozess. Die initiale Idee entstand bei der Betrachtung der ISO-­50001-Zertifizierung, welche ein Energie-Effizienz-Management fordert.

Die Betrachtung der Anforderungen des Energie-Effizienz-Managers zeigten dem Produktentwicklungsteam auf, wie die Ende-zu-Ende-Lösung gestaltet werden muss. Die Entwicklung der Applikation wurde durch das Prototyping und einhergehende Feedback erheblich beschleunigt.

Die Vorgehensweise ist nicht nur internen Innovationsprojekten vorenthalten, denn auch ihren Kunden bietet die QSC AG Beratung für die Entwicklung von Innovationen an.

Die Erfahrungen aus der Prozess- wie auch Technologie-Beratung unterstützen die Kundenunternehmen beim Prototyping und anschließender Entwicklung. Gerade im Umfeld von Sensor-Entwicklung und Implementierung besteht oftmals die Unsicherheit, welche Komponenten verwendet werden sollten, um die ideale Lösung für die Anforderungen zu erhalten.

Die Q-loud GmbH entwickelt bereits seit mehreren Jahren Sensoren, die zum Beispiel beim Münchener Flughafen zum Einsatz kommen. Die Erfahrungen werden in Innovationsberatungen aufgenommen und bei der Lösungsentwicklung aktiv berücksichtigt. Sofern Unternehmen bereits über Sensorik verfügen, kann das Expertenteam die bestehende Infrastruktur in die Lösung integrieren.

In der Vergangenheit haben Unternehmen die Prozesse automatisiert und vereinheitlicht. Heutzutage gehen die Anforderungen darüber hinaus, sodass intelligente Services ermöglicht werden müssen.

Wenn also Sensoren auf das Geschäftsmodell treffen, können Produkte und Prozesse entstehen, die auch den künftigen Anforderungen der Kunden, Mitarbeiter und des Managements standhalten und nachhaltigen Geschäftserfolg ermöglichen.

QSC steht Unternehmen, die SAP- Lösungen im Einsatz haben, als One- Stop-Provider zur Seite: Von der Produktion kundenindividueller Sensoren über die Bereitstellung von Hardware und Servern bis zur Erstellung mobiler Applikationen und Dashboards zur Geschäftsprozesssteuerung im SAP-Back­end und dem dazugehörigen Betrieb und Support leistet QSC alles aus einer Hand.

Für IoT-Themen haben wir ebenfalls Experten im eigenen Haus, sodass wir die Integration von IoT-Lösungen in SAP-Anwendungen realisieren können.

LogoBanner_QSC

Norman Merten, QSC

Norman Merten ist Innovation Architect bei QSC.

Kommentar hinzufügen

Hier klicken um zu kommentieren