[shutterstock.com: 392850415, patpitchaya]
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Design Thinking & DevOps leonardo.report 18Q4

Zielorientiert kreativ – Design Thinking

Ein strukturierter Ansatz, Innovationen anzugehen, ist das Design Thinking. Design Thinking ist eine Methode, um zielorientiert kreativ zu werden. Dabei steht der Anwender im Mittelpunkt.

Design Thinking ermöglicht im Rahmen von Projekten mit klar definiertem Umfang und Zeitrahmen eine schnelle Entwicklung auf der Basis digitaler Technologien wie IoT, maschinellem Lernen, Blockchain, Big Data und Analytics.

Dabei arbeiten Geschäftsexperten, IT-Verantwortliche und Anwender bei der Analyse von Anwendungsfällen, der Ermittlung von Anforderungen, dem Design, der Entwicklung von Prototypen und der Umsetzung zusammen. Design Thinking spielt dabei als Arbeitsmethode eine wichtige Rolle.

   

Das schwedische Unternehmen SKF gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Wälzlagern, Dichtungen, Mechatronik, Schmiersystemen und damit verbundenen Dienstleistungen für technischen Support, Wartung und Zuverlässigkeit sowie technische Beratung und Schulung.

„Wir möchten unsere Systeme durch eine einfache, intuitive Lösung ergänzen, die unsere Teams ohne großen Aufwand an ihre Erfordernisse anpassen können“

erklärte Mikael Björk, Global Template Lead bei SKF.

„Mithilfe von Design Thinking konnten wir schnell die Tools ermitteln, die unseren Teams zu mehr Effizienz verhelfen.“

Es gilt, Prozesswissen zu nutzen, dieses mithilfe der Design-Thinking-Methode rasch auf die Kundenanforderungen anzuwenden und dadurch die Implementierungszeit zu verkürzen.

Anwender können vom Brainstorming über die Konzeptentwicklung bis hin zur Mehrwertanalyse von Design Thinking profitieren. Die Teilnehmer eines Design-Thinking-Workshops werden gezielt ausgesucht und arbeiten in einer kreativen Umgebung zusammen. Ein sogenannter Design-Thinking-Coach führt die Teilnehmer durch einen kreativen Prozess und zu einer Lösung.

SAP, HPI, Rheinwerk Grafik B

Design-Thinking-Elemente

Multidisziplinäre Teams: je nach Ziel des Workshops können Mitarbeiter aus der IT-Abteilung und den Fachabteilungen einer Firma am Prozess mitwirken. Ganz wichtig ist es auch, die Endanwender mit einzubeziehen.

Dabei darf nicht außer Acht gelassen werden, dass das Projekt technisch machbar sein muss und dem Auftraggeber auch einen Mehrwert bringen soll. Um die Sichtweisen von Endanwendern, Entwicklern und Lösungsarchitekten sowie Auftraggebern einbeziehen zu können, müssen also Vertreter aus allen diesen Gruppen eingebunden werden.

Kreative Räume:

Wo haben Sie die besten Ideen? Beim täglichen Arbeiten am Schreibtisch? Oder beim Sport, Duschen, Unkrautjäten? Vermutlich können Sie es aus Ihren eigenen Erfahrungen bestätigen: Menschen in eine andere, entspannte Atmosphäre zu bringen, kann Wunder wirken.

Eine solche Atmosphäre kann etwa mithilfe von gemütlichen Sitzgelegenheiten, Pflanzen, hohen Zimmerdecken, Skulpturen usw. geschaffen werden. Wichtig ist: Der Raum darf nicht der typische Besprechungsraum sein.

Struktur:

In vielen Unternehmen wird Brainstorming als Methode verwendet. Aber Brainstorming allein fördert keine Ideen, zumindest nicht bis hin zur tatsächlichen Ausführung. Daher ist eine Struktur nötig. Beim planlosen Brainstorming kommt oft nichts Fassbares heraus, oder man springt gleich auf die ­erste gute Idee auf.

In Design-Thinking-Workshops wird diese Struktur durch einen Design-Thinking-Coach herbeigeführt, das heißt durch einen Moderator, der dafür sorgt, dass der Prozess zielführend und konzentriert ausgeführt wird.

Design Thinking lernen am HPI

Design Thinking ist ein elementarer Bestandteil von SAP Leonardo, diese Verbindung existiert nicht zufällig: SAP-Mitgründer und Aufsichtsratsvorsitzender Professor Hasso Plattner ist weltweit einer der größten Sponsoren dieses kreativen Ansatzes. Design Thinking lässt sich demnach hervorragend am HPI (Hasso-Plattner-Institut) an der Universität Potsdam lernen.

Die HPI School of Design Thinking bietet ein in Europa einmaliges Zusatzstudium für die nutzerzentrierte Innovationsmethode Design Thinking in Potsdam-Babelsberg an. Modell standen hierfür die d.school der US-Universität Stanford im Silicon Valley sowie die kalifornische Designschmiede Ideo.

Einzigartig an der Zusatzausbildung ist, dass sowohl die vier bis sechs Studenten pro Lerngruppe als auch ihre Professoren und Dozenten jeweils aus ganz unterschiedlichen Disziplinen kommen. Gemeinsam als Gruppe, zum Teil auch mit Partnern aus der Wirtschaft, entwickeln sie Lösungsansätze mit einem klaren Fokus auf die menschlichen Bedürfnisse.

Die derzeitigen Studierenden der HPI School of Design Thinking stammen aus 15 Nationen, von 65 Universitäten und aus 70 Disziplinen. Den Studierenden stehen als Lehrende im laufenden Semester 35 erfahrene Professoren, Doktoren und Assistenten aus verschiedenen Fachbereichen der Wissenschaftslandschaft in der Metropolregion Berlin/Brandenburg zur Seite.

SAP, HPI, Rheinwerk Grafik A

Design Thinking mit SAP anwenden

Design Thinking wird inzwischen von vielen Unternehmen praktiziert. Worin also besteht der spezielle Mehrwert, dies zusammen mit SAP zu machen? Wie bereits erwähnt, sind die teilnehmenden Menschen einer der drei wichtigen Faktoren eines erfolgreichen Design-Thinking-Prozesses.

SAP begleitet sehr viele Kunden aus den verschiedensten Branchen und Bereichen auf dem Weg ihrer digitalen Transformation und kann daher auf eine große Zahl erfahrener Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Bereichen zurückgreifen.
Einige wichtige Rollen, die in einem Design-Thinking-Workshop vertreten sein sollten, sind:

Design-Thinking- Coach, Projektmanager für agile Innovationsprojekte, Branchenexperten und branchenübergreifende Experten, Prozessexperten, Technologieexperten und Experten für neue Geschäftsmodelle
Sweet Spot finden

Wenn die Zusammenstellung des interdisziplinären Teams im Design-Thinking-Workshop gut gewählt ist, findet man den Sweet Spot (siehe Grafik), an dem die angedachte Idee ihre größte innovative Wirkung erzielt. Dieser findet sich an der Schnittstelle aus Anwendererlebnis (Menschen), dem betriebswirtschaftlichen Potenzial (Geschäft) und der Umsetzbarkeit (Technologie).

Die Struktur eines Design-Thinking-Prozesses ergibt sich aus den Phasen und Methoden. Die einzelnen Phasen des iterativen Prozesses, in denen das Produkt immer weiter verbessert wird, sind in der Abbildung veranschaulicht. In der Phase Discover findet die Vorarbeit statt.

Hier wird eine erste Version des zu schaffenden Produkts erarbeitet. Anschließend wird diese Version in der Phase Design erstellt und in der Phase Deliver ausgeliefert und am Anwender erprobt. Diese Phasen wiederholen sich so lange, bis dem Produkt nichts mehr hinzuzufügen ist.

Der Design-Thinking-Prozess umfasst dabei nicht nur einen Workshop, sondern ist ein integraler Bestandteil des gesamten Entwicklungsprozesses, der durchaus auch mehrere Monate dauern kann.

Kuratiert von Peter M. Färbinger mit Material von SAP, HPI und Rheinwerk.

leonardo.report

Das Zukunftsmagazin der SAP®-Community zur digitalen Transformation.

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