[shutterstock.com: 759191131, Inked Pixels]
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AI und ML

Künstliche Intelligenz ist noch Mangelware

Nach dem tödlichen Unfall mit einem autonom fahrenden Fahrzeug im März 2018 ist die blauäugige Faszination hinsichtlich der Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz (KI) großer Skepsis gewichen. Die Künstliche Intelligenz ist immer noch mehr Schein als Sein.

Im Rahmen eines Jour-fixe der Teli, der weltältesten Organisation von Technik- und Wissenschafts-Journalisten, stellte Klaus Lindinger, Digital Innovation Officer von dataWerks, ein Projekt vor, das Chancen und Risiken von KI zugleich aufzeigte.

In der vom Teli-Vorsitzenden Arno Kral moderierten Veranstaltung kamen die meisten Anwesenden zu einem wenig schmeichelhaften Resümee: Die Künstliche Intelligenz ist immer noch mehr Schein als Sein.

   

Zu den wenigen erprobten KI-Lösungen zählt vielleicht der Ansatz der deutschen Firma dataWerks: Statt alle verfügbaren Daten abzuarbeiten, greift man selektiv die relevanten heraus und reduziert bereits vor der Übertragung das Original-Datenvolumen um rund 90 Prozent.

„Durch die an die Funktionsweise des Mittelhirns – dem Mandelkern – angelehnte muster-basierte Daten-Indexierung werden ca. 95 Prozent aller Abfragen direkt innerhalb der KI-Plattform abgearbeitet“

berichtete Lindinger.

Dadurch sei es möglich, binnen Sekunden zu Ergebnissen zu kommen, für die sich die Recherchen sonst eineinhalb Tage hinziehen würden. Dank dieser Technologie sei es laut Lindinger gelungen, in großen US-amerikanischen Freizeitparks mehrere Probleme gleichzeitig zu lösen, in denen RFID-Armbänder auf freiwilliger Basis verteilt werden; die Informationen von diesen Bändern werden dann mit anderen kombiniert und verarbeitet: Kinder, die im Gewühle verloren zu gehen drohen, lassen sich im Handumdrehen auftreiben.

Wartezeiten in Restaurants gibt es nach Aussage von Lindinger praktisch nicht mehr, kulturelle Missverständnisse lassen sich durch die Verknüpfung von Informationen ebenfalls abfangen.

Sobald längere Warteschlangen auftreten, könne der Freizeitbetreiber Künstlergruppen an die Brennpunkte schicken oder Gutscheine an die Wartenden verteilen.

„Aus Frust wird Einkaufslust“

resümierte Lindinger das Erfolgsrezept, das nach einem Bericht des Harvard Business Managers dem Betreiber der Parks rund 500 Millionen US-Dollar an zusätzlichen Umsätzen beschert.

Mit Blick auf viele KI-Projekte, die „unter Laborbedingungen gut funktionieren, nicht jedoch in Wirklichkeit“

fasste Moderator Arno Kral die lebhafte Diskussion zusammen:

„Wir brauchen eine intelligente Künstliche Intelligenz!“

Klaus Lindinger:

„Lösungen, die auf Künstlicher Intelligenz tatsächlich und nicht nur im Labor funktionieren, sind selten – hier gibt es viel Schaumschlägerei!“

Kuratiert von Peter M. Färbinger

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