[shutterstock.com: 622188044, Joe Techapanupreeda]
[shutterstock.com: 622188044, Joe Techapanupreeda]
AI und ML

Service-Anbieter punkten mit Künstlicher Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) ist auch auf dem Service-Markt für Anwendungsentwicklung und -wartung auf dem Vormarsch.

Dies ist eines der Ergebnisse des neuen großen Anbietervergleichs „ISG Provider Lens Germany 2019 – Application Development & Maintenance (ADM)“ des IT-Marktforschungs- und Beratungshauses ISG Information Services Group.

In der aktuellen Auflage berichtet die ISG-Studie, dass die führenden Anbieter KI und Machine Learning einsetzen, um die Software-Entwicklung und -wartung weiter zu automatisieren und zu industrialisieren.

   

Die ISG-Analysten weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auch die kleineren ADM-Anbieter verstärkt in KI und verwandte Technologien investieren müssen, damit sie von den großen internationalen Anbietern nicht abgehängt werden. Insgesamt hat ISG in der Studie rund 30 Anbieter bewertet.

„Mit Blick auf KI trennt sich bei den ADM-Anbietern derzeit die Spreu vom Weizen“

sagt Oliver Nickels, Senior Advisor im Auftrag der ISG Information Services Group und Lead Advisor der Studie.

„Die großen Anbieter haben KI-Technologie und kognitive analytische Fähigkeiten bereits am weitesten in ihr Portfolio integriert. Die kleineren Anbieter hingegen müssen aufpassen, dass sie angesichts dieser Entwicklung nicht ins Hintertreffen geraten.“

Laut ISG-Studie bleibt der Markt für ADM-Services auch in Zukunft in Bewegung. So rückten neben den Anwendungen bereits Geschäftsprozesse in den Blick von KI. Große Anbieter würden bereits KI-Funktionen bieten, die Geschäftsprozesse analysieren, bewerten und verbessern.

Oliver Nickels

Auch mittelständische ADM-Provider könnten hier Schritt halten, da sie über Drittanbieter Zugriff auf KI-Systeme haben und diese in ihre eigenen Services integrieren können.

Im „Leader“-Quadranten des Studiensegments „Next Generation ADM“ sind fünf Anbieter positioniert: Atos, Capgemini, DXC Technology, IBM und T-Systems. Bisher könnten sich kleinere Unternehmen mit Fokus auf den deutschsprachigen und europäischen Markt vor allem dann behaupten, wenn sie über dediziertes Branchen- und Spezialwissen verfügen und eine lokale Nähe zum Kunden aufweisen.

Als weiteren Trend im ADM-Markt benennt der ISG-Anbietervergleich die steigende Nachfrage nach geschäftszentrierten Kennzahlen und Metriken.

„Unternehmen wollen einen Nachweis, inwiefern die Anwendungsentwicklung und -wartung die Geschäftsziele unterstützt, zumal die Fachbereiche bei der Budgetverteilung für ADM-Services mehr und mehr mitentscheiden“

so Analyst Oliver Nickels.

„Diese Fachentscheider setzen dabei einen starken Fokus auf die digitale Transformation und wollen den Nutzen der ADM-Services für die Geschäftsergebnisse zuverlässig messen.“

Zudem müssten die Anbieter mit hybriden Cloud-Umgebungen vertraut sein:

„Die Unternehmen erwarten von den Providern, dass sie die Migration und die Wartung in hybriden Multi-Cloud-Umgebungen beherrschen. Dies umfasst nicht nur die Entwicklung von cloud-fähigen Anwendungen. Auch Lösungen für regulatorische und Sicherheits-Herausforderungen sind ein Muss.“

IGS

Lektoriert von Peter M. Färbinger

leonardo.report

Das Zukunftsmagazin der SAP®-Community zur digitalen Transformation.

Kommentar hinzufügen

Hier klicken um zu kommentieren