[shutterstock.com: 251313145, adike]
Blockchain and Security

Datendiebstahl, Identitätsklau, Beleidigung oder Betrug

Jeder zweite Internetnutzer ist nach einer jüngsten Umfrage des Branchenverbandes Bitkom inzwischen von Cyberkriminalität betroffen: Kriminelle finden zunehmend Opfer im Internet. Jeder zweite Internetnutzer war im vergangenen Jahr Opfer von Cyberkriminalität.

Am häufigsten klagen Onliner über die illegale Verwendung ihrer persönlichen Daten oder die Weitergabe ihrer Daten an Dritte. Fast jeder Vierte war davon betroffen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.000 Internetnutzern in Deutschland.

So wurden im vergangenen Jahr zwölf Prozent der Internetnutzer nach eigenen Angaben beim privaten Einkauf oder Verkaufsgeschäften betrogen. Jeder Neunte (11 Prozent) gibt an, dass seine Kontodaten missbraucht wurden.

Anzeige

 
 

Nur zwei Prozent berichten jeweils von Datenklau und Identitätsdiebstahl außerhalb des Internets, den Missbrauch von Kontodaten gibt dort ein Prozent an. Internetnutzer haben aber nicht nur mit Diebstahl oder Betrug zu kämpfen. Jeder Zehnte (10 Prozent) sagt, dass er im Internet verbal massiv angegriffen oder beleidigt wurde.“

GlobalSign Autorin Ayse Korkmaz nimmt dies zum Anlass noch einmal die wichtigsten Fakten und Tipps zum Thema Cybersicherheit zusammenzufassen:

„Wir können davon ausgehen, dass Cyberkriminalität in den nächsten Jahren weiterhin sprunghaft ansteigen und Schäden in Milliardenhöhe anrichten wird. Dabei finden wir sowohl sehr gezielte Ansätze als auch die klassischen Attackenvektoren wie etwa Phishing, die weiter perfektioniert werden.

Datenpannen und Datenschutzverletzungen betreffen dabei unterschiedslos Großunternehmen wie Mittelstand und kleine Firmen. 31 Prozent der erfolgreichen Datenmissbräuche werden dabei tatsächlich durch Phishing verursacht und weitere 24 Prozent lassen sich auf menschliche Fehler zurückführen. Die dadurch entstehenden Verluste sind nicht unerheblich.

Laut obiger Erhebung verliert ein Durchschnittsunternehmen dabei über 79.000 US-Dollar. Neben den traditionellen Sicherheitsmaßnahmen, die in erster Linie dazu dienen Risiken zu minimieren, kommt dem Risikomanagement eine immer wichtigere Rolle zu. Nur so lässt sich feststellen wie effektiv die gewählten Maßnahmen tatsächlich sind.

Datenverlust ist genauso wichtig wie die Risikoeinschätzung. Nur 35 Prozent der Unternehmen können drei Monate profitabel bleiben, wenn wichtige Daten bei einer Datenpanne verloren gehen. Das Vertrauen seiner Kunden zu verlieren, kann sogar noch teurer werden.“

www.bitkom.org

Kuratiert von Peter M. Färbinger

 

leonardo.report

Das Zukunftsmagazin der SAP®-Community zur digitalen Transformation.

Kommentar hinzufügen

Hier klicken um zu kommentieren