[shutterstock.com: 1121086313, Pasuwan]
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Da Vinci Universe

„Digital-Pioniere“ aus der eigenen Branche bedrohen jede zweite Firma

Digital-Projekte von Wettbewerbern aus der eigenen Branche werden von knapp jedem zweiten Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Bedrohung für das eigene Geschäftsmodell genannt.

Marktfremde Konzerne wie spezialisierte Digital-Startups oder Amazon und Co. bewerten rund 70 Prozent der befragten Manager dagegen nicht als Risiko für die eigene Position. Im Gegenteil rechnet gut jede zweite Firma damit, von deren Know-how zu profitieren.

Das sind Ergebnisse der DACH-Studie „Digitale Agenda 2019“ von DXC Technology. Dafür wurden im Auftrag von DXC 600 Manager in Deutschland, Österreich und der Schweiz in vierter Auflage über ein Marktforschungsinstitut befragt.

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Mit der Praxiserfahrung auf der „digitalen Reise“ zeigt sich die Mehrheit der Befragten zufrieden – 56 Prozent berichten von ersten messbaren Erfolgen. Als möglichen Beschleuniger der digitalen Transformation im eigenen Hause sehen die Manager offenbar die etablierten Digital-Konzerne: 53 Prozent sind der Meinung, dass ihr Geschäftsmodell von Firmen wie Amazon oder Microsoft profitiert.

Wie das funktioniert, wird beispielsweise an Microsoft Azure oder Amazon-Web-Services (AWS) deutlich, mit denen externen Unternehmen eine cloudbasierte IT-Infrastruktur auf Abruf zur Verfügung gestellt wird. Amazon hatte das eigene System ursprünglich für den Betrieb seiner E-Commerce-Plattform entwickelt.

86 Prozent der DACH-Manager sind aktuell überzeugt, dass die digitale Transformation den Markt für das eigene Unternehmen bereits verändert hat. 71 Prozent verfügen inzwischen über eine digitale Agenda – das ist ein Plus von 20 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Weitere elf Prozent planen, innerhalb des nächsten Jahres eine eigene digitale Strategie konkret zu beschließen.

Neben den Digital-Konzernen nennt gut jeder zweite Manager auch die Startups als digitale Impulsgeber für das eigene Geschäftsmodell. Ein Beispiel aus der Industrie macht die Wirksamkeit einer solchen Strategie deutlich: Zusammen mit dem Dresdner Startup Contractus hat DXC jüngst ein sicheres dezentrales I-4.0-Netzwerk entwickelt, das auf Blockchain-Technologie basiert.

Diese Industrie-4.0-Platform ermöglicht künftig die rechtssichere Interaktion zwischen vernetzten Partnern (Smart Contracts), automatisiert Vertragsabschlüsse, dokumentiert deren Erfüllungsgrad oder dient als Plattform vernetzter Produktion.

Wie die Beispiele zeigen bieten sich Unternehmen zahlreiche Chancen, aus der Not eine Tugend zu machen: Wenn Digital-Pioniere aus der eigenen Branche die größte Bedrohung klassischer Geschäftsmodelle sind, sollten die Firmen durch die Zusammenarbeit mit Experten selber möglichst schnell zu Digital-Pionieren werden, um die Vorteile als „First Mover“ zu nutzen.

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Kuratiert von Peter M. Färbinger

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Das Zukunftsmagazin der SAP®-Community zur digitalen Transformation.

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