[shutterstock: 778123057, Krunja]
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Internet of Things

Zusammen für die Digitalisierung in der Industrie

Die Zeichen in der österreichischen Industrie stehen auf Digitalisierung, neue Technologien finden immer mehr Anwendung in der Produktion. Die produzierenden Betriebe und die Beschäftigten für die industrielle Zukunft zu wappnen, hat sich die Plattform Industrie 4.0 auf die Fahne geschrieben.

Österreich erreicht im EU 28-Durchschnitt einen guten Platz im Mittelfeld, wenn es um die digitale Wirtschaft geht: Bei Menschen, die für die Digitalisierung gerüstet sind, erreicht die Alpenrepublik Platz 7, auch bei der Integration der Digitaltechnologie ist man unter den Top 10. An der Spitze stehen die skandinavischen Länder.

Um die heimische Position in diesem Ranking weiter zu verbessern, muss die digitale Produktion auf nachhaltige Beine gestellt werden. Diese fußt auf drei Säulen: Qualifikation & Arbeit, um die Beschäftigten mit den richtigen digitalen Kompetenzen auszustatten.

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Forschung & Innovation, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Betriebe & Standort, um die Produktivität zu sichern. Die Plattform Industrie 4.0 Österreich setzt dabei auf mehr als 500 ExpertInnen aus Politik, Forschung, Wirtschaft und Sozialpartnerschaft, die in einem breiten Konsens und unter Beachtung der unterschiedlichen Interessen Empfehlungen, Vorschläge und Szenarien für Zukunftsthemen ausarbeiten. Es geht darum, am Ende den größtmöglichen Nutzen für alle Menschen aus den digitalen Möglichkeiten herauszuholen.

Eines dieser Zukunftsthemen ist Künstliche Intelligenz, die die Industrie beispielsweise durch maschinelles Lernen oder intelligente Fertigungsroboter verändern wird. Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) haben deshalb ein Vorbereitungspapier (Artificial Intelligence Mission Austria 2030) erstellt, um im Laufe des Jahres 2019 auf dieser Basis eine Strategie zu entwerfen.

Die Zukunft der Künstlichen Intelligenz muss auch hierzulande im breiten Konsens mitgestaltet werden. Damit die digitale Wirtschaft in Österreich nachhaltig funktioniert, müssen alle mitwirken können. Die Plattform Industrie 4.0 ist seit drei Jahren ein gutes Beispiel dafür, die kürzlich ins Leben gerufene Digitalisierungsagentur ein weiterer wichtiger Akteur.

Was durch Zusammenarbeit bewegt werden kann, hat die Plattform Industrie 4.0 seit ihrer Gründung 2015 gezeigt: 50 Mitglieder bringen dabei ihre Vorstellungen für die Industrie 4.0 in Österreich ein. In aktuell neun Arbeitsgruppen werden unterschiedliche Zukunftsthemen bearbeitet – daraus entstanden bislang mehrere Publikationen, die sich unter anderem mit Qualifikation & Kompetenzen oder Forschung, Entwicklung & Innovation beschäftigen.

Eines dieser Projekte ist das Reifegradmodell Industrie 4.0, das bisher knapp 30 Unternehmen österreichweit durchlaufen haben: Dabei wird erhoben, wie stark Industrie 4.0 bereits in einem Unternehmen verankert ist, um im Anschluss Verbesserungspotenziale zu identifizieren und umzusetzen.

Auch nach Ungarn konnte dieses erfolgreiche Projekt bereits exportiert werden. Das zeigt, dass Kooperation nicht nur national ein wichtiger Treiber für Industrie 4.0 ist, sondern auch regional und international. So wurde beispielsweise im April 2018 eine vertiefte Zusammenarbeit mit dem deutschen und Schweizer Pendant der österreichischen Plattform vereinbart.

Über 11,3 Mrd. Euro flossen im Vorjahr in Österreich in den Bereich Forschung und Entwicklung. Bereits im Jahr 2015 waren mehr als 71.000 Personen in diesem Bereich beschäftigt, davon rund 71 Prozent im Unternehmenssektor.

„Forschung und Entwicklung ist das Rückgrat der heimischen Industrie, der Motor für den Wirtschaftsstandort Österreich und ein Garant für zukunftssichere Arbeitsplätze“

führt Brigitte Ederer, Präsidentin des FEEI Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie, aus.

„Damit Innovationen in der Industrie 4.0 aber erfolgreich umgesetzt werden können, brauchen wir nicht nur die Technologie, sondern auch das Wissen und die Erfahrung der Beschäftigten. Das beweist auch das 2018 veröffentlichte Ergebnispapier ‘Forschung, Entwicklung & Innovation in der Industrie 4.0‘, das aus der guten Zusammenarbeit unter dem Dach der Plattform entstanden ist.“

In diesem Ergebnispapier wurden acht ineinandergreifende Forschungsfelder identifiziert, die für die Technologieentwicklung in Österreich zukünftig zentral sein werden – darunter fallen Sensorsysteme, Software Engineering, Arbeits- und Assistenzsysteme sowie Domänenwissen und Schlüsseltechnologien.

leonardo.report

Das Zukunftsmagazin der SAP®-Community zur digitalen Transformation.

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